Wer spielt da Golf? 

Unser Unterbewusstsein golft mit

Was Du jetzt liest wird Dir vielleicht auf den ersten Blick etwas fremd vorkommen. Das liegt daran, dass es kaum irgendwo SO kommuniziert wird.

Sicher hast Du schonmal einen Golfer gesehen, der abschlägt und und anschließend laut schiempft, „was spielst Du jetzt für nen Sch….?!“ Die Wortauswahl kann von Golfer zu Golfer unterschiedlich sein. 

Würden wir diesen Golfer fragen, mit wem er da gerade schimpft, würde er antworten, dass er mit sich selber rede. Und damit sind wir mitten im Kern des „Problems“. Wenn wir mit uns selber reden, sollten wir uns die Frage stellen, mit wem genau reden wir denn da? Zu wem reden wir da? Und wer genau antwortet da eigentlich? 

Früher wurde so etwas als „verrückt“ oder ähnliches abgetan, doch mehr und mehr merken wir – und sind auch offen dafür – dass wir solche Selbstgespräch ständig führen. 

Ich 1 & Ich 2

Wenn wir uns diese „Unterhaltung“ etwas genauer anschauen, kommen wir zu dem Schluss, dass wir zumindest über 2 Persönlichkeiten verfügen. Eine die bewertet, herum kommendiert, Aufgaben verteilt, kontrolliert und eine Persönlichkeit, die den Schwung ausführt. Wir haben allerdings im Verlaufe unserer Entwicklung, unserer Erziehung, unserer Gesellschaft gelernt diese zweite Persönlichkeit großzügig zu vernachlässigen. Stattdessen analysieren wir faktisch alles, was uns begegnet oder passiert.

Die eine Persönlichkeit können wir unsere bewusste Persönlichkeit nennen, unseren Verstand oder kurz ICH 1 und unsere zweite Persönlichkeit stellt das Unterbewusstsein dar, das „unbewusste“ oder kurz ICH 2. Das ICH 2 führt alles aus, das wir eben nicht bewusst machen. Es artmet wenn wir schlafen, es lässt das Herz schlagen, damit Blut in unsere Organe gepumpt wird. Oder es führt eben den Schwung aus, wobei es eine ganze Reihe von Muskeln und Muskelgruppen zum richtigen Zeitpunkt anspannt, entspannt und durch die Kombination tausender Muskelstränge den Körper dazu bringt binnen 2-3 Sekunden einen kompletten Schlag aus Rückschwung, Durchschwung, Treffmoment, das richtige Einbeziehung der Körperratation sowie die perfekte Stellung von Arm, Ellbogen und Handgelenken mit einzubeziehen.

Und wir kommen mit unserem logisch arbeitenden Verstand auf die Idee in diesem komplexen Bewegungsablauf mit technische Kommandos alá „jetz locker durchschwingen und nicht haken…“ einzugreifen.

Mich fragte mal ein Coachee:“ Spielt dann eigentlich unser Unterbewusstsein Golf und wir tragen es nur über den Platz?“ Ich würde nicht sagen, dass wir unser Unterbewusstsein nur über den Platz tragen. Es ist vielmehr ein Zusammenspiel von Verstand und Unterbewusstsein. Natürlich bruachen wir unseren logischen Verstand, mit dem wir entscheiden welche Strategie wir auf dem Platz anwenden, doch dann braucht es das Vertrauen in sein Unterbewusstsein, dass den Schwung in Vollkommenheit ausführt. 

Beim Treppe laufen, laufen wir einfach

Wenn wir eine Treppe hinunterlaufen sagen wir uns ja auch nicht, „winkle das rechte Bein an und stelle den rechten Fuss waagerecht auf die Stufe. Nun ziehe das linke Bein nach und stelle den linken Fuss auf die Stufe darunter.“ Jeder der so agieren würde, würde die Treppe wahrscheinlich nicht lebend herunterkommen oder es würde zumindest sehr statisch und roboterartig aussehen. Nein, wir entscheiden mit unserem Verstand „Treppe hinunter gehen“ und wir haben das Vertrauen, dass unser Körper (gesteuert von unserem Unterbewusstsein) die richtigen Bewegungen ausführt, um sicher und unversehrt am unteren Ende der Treppe anzukommen. 

Und auf dem Golfplatz wollen wir plötzlich in genau solche Bewegungsabläufe eingreifen. 

Dem rationalen Verstand fehlt die Fähigkeit komplexe Bewegungsabläufe durchzuführen. Das ist Aufgabe des Unterbewusstseins.

Das Ergebnis rationalen Eingreifens in komplexe Bewegungsabläufe sind Druckgefühl, Unwohlsein, Unsicherheit, fehlendes Selbstvertrauen, Frust.

Kommt nun die Erwartung an ein gutes Ergebnis dazu, schließlich haben wir ja fleißig trainiert und die letzte Saison war super, will der rationale Verstand die Kontrolle (seine Lieblingsbeschäftigung) übernehmen und dem Unterbewusstsein vorgeben, wie der Schlag gefälligst auszuführen ist. Allerdings fehlt ihm die Fähigkeit komplexe Bewegungsabläufe in seiner Gesamtheit zu erfassen. Oder wie es einer meiner Coachees ausdrückte, „ich kann meinen Schlag zwar technisch Stück für Stück auseinandernehmen. Allerdings bekomme ich ihn dann nicht mehr zu einem fließenden Schlag zusammen. 

Das Ergebnis dieses Eingreifens sind Druckgefühl, Unwohlsein, Unsicherheit, fehlendes Vertrauen, Ärger über das daraus resultierende Ergebnis, Frust, Ablenkung vom eigenen Schlag auf das Verhalten von Flightpartnern (schließlich schlagen die ja besser, was übrigens eine Illusion ist, weil wir wieder nur einen Moment sehen und diesen einen Moment auf alles andere projezieren).

Und hier beginnt die Negativspirale, weil das Unterbewusstsein eben diese Gefühle und Emotionen, die es durch Erfahrung erlangt hat, als Basis für weiteres Handeln nutzt. und wir hören unseren Flightpartner Dinge sagen wie „an diesem Loch spiele ich NIE gut. Das Loch liegt mir einfach nicht.

Wie entkommen wir nun dieser SChleife?

Auf zwei Arten:

Erstens: Indem wir in Kommunikation mit unserem Unterbewusstsein treten und ihm vermitteln, dass ein einmal gemachtes Erlebnis, zwar eine Erfahrung ist aber nicht zwingend die Basis für unser weiteres Handeln ist. Über Hypnose können wir unserem Unterbewusstsein neue Gefühle an die Hand geben und den Druck sowie Verkrampfung bei Schlägen nehmen. Da Hypnose manchmal als etwas Esoterisches abgetan wird, hier ein kurzer Ausflug. Die meisten Menschen denken bei Hypnose an „nicht mehr Herr seiner Sinne sein“, „dem Hypnotiseur schutzlos ausgeliefert sein“, „schlafen und nicht mitbekommen, was mit einem passiert“. Diesen Ruf hat Hypnose dank der sinnlosen Showhypnose erhalten. Doch Hypnose ist vielmehr ein Prozess (wenn er nicht als Show sondern als wirksames Kommunikationswerkzeug mit seinem Unterbewusstsein angewandt wird). Ein Prozess, in dem der Hypnotee alles mitbekommt was um ihn herum geschieht, nur befindet er sich eben in einem entspannten Zustand.

Zweitens: Indem wir lernen, das unser Unterbewusstsein für uns spielt, nichtgegen uns. Dazu müssen wir ihm allerdings den dafür nötigen Freiraum geben, indem wir anfangen unsere Gedanken und Gedankenmuster zu beobachten und in positive innere Dialoge umwandeln. Mit mentalem training lassen sich die meiste im stillen Kämmerlein auftretenden inneren Dialoge des ICH 1 aufdecken und verändern. Das ist dann mentales Training im Detail. 

Weil die Gestaltungsmöglichkeiten der zwei Arten persönlich sehr individuell sind, macht es wenig Sinn ein „das ist die eine Lösung für alles“ Ding zu kreieren. Daher hast Du nun 2 Möglichkeiten mit mir eine Strategie zu entwickeln. Ein 30 minütiges Telefonat mit mir oder wer visuell veranlagt ist bucht sich ein 30 minütiges Zoommeeting.  

Ich freue mich auf unser Gespräch

Dein Thomas Tschirpig 

Zoom Meeting oder Telefon

Ob Zoom oder Telefon entscheidest Du nachdem Du Tag und Zeitpunkt festgelegt hast. 

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